Alb-Traum100 Rennvorbereitung

Bisherige Sieger beim Alb-Traum100 (Quelle: DUV)

2025: Mike Gold in 13:07:00 (pace: 06:50 km/min) und Friederike Lutz in 15:29:00 (pace 08:04)

2024: Stephen Baumgartner in 12:15:00 (pace: 06:23 km/min) und Iris Groß in 15:28:00 (pace 08:04)

2018: Uli Calmbach in 12:24:50 (pace: 06:28)

Der Läufer Mike Gold kommt, wie ich, aus Donzdorf. Er ist Arzt und Jahrgang 1975, 3 Jahre älter als ich und in der AK 50-54. 2018 hat Uli Calmbach den Alb-Traum100 gewonnen, er kommt auch aus Donzdorf und war damals 55 Jahre alt (AK 55-59).

Bericht aus der Geislinger Zeitung zum Alb-Traum100 2025.

Meine Zielzeit

Die Angaben zu den Höhenmetern über die 115 km variieren: der Track bei Outdooractive zeigt 3100 HM an, der Track bei Strava 3700 HM und laut DUV sind es 3400 HM. Bei 3400 HM sind es rund 30 Meter Anstieg pro Kilometer, daher 300 m pro 10 km. Beim 50-KM-Albmarathon sind es 220 HM pro 10 km, dort bin ich mit einer Pace von 06:00 min/km gelaufen. Beim 45-KM-Trailmarathon Heidelberg sind es 380 HM pro 10 km, dort bin ich 42 km mit einer Pace von 06:58 min/km gelaufen. Und beim Pfalztrail sind es 210 HM pro 10 km, dort bin ich 37 km mit einer Pace von 05:38 min/km gelaufen. Beim HuBuT bin ich 2018 mit einer Pace von 07:24 min/km über 66 km gelaufen, bei Höhenmetern von 310 m pro 10 km.

Das bedeutet, dass ich bei Ultramarathons mit vielen Höhenmetern zwischen 05:38 und 07:24 min/km gelaufen bin. Da 37 km mit 05:38 nicht mit den 115 km vergleichbar sind und ich 2018 das erste mal einen Ultra gelaufen bin mit den 07:24, erwarte ich eine Pace dazwischen.

Momentan trainiere ich am Donnersberg. Dort laufe ich meist 25 – 30 km mit Höhenmetern von 280 bis 300 m pro 10 km und mein Pace liegt bei 06:05 im November und 06:15 im Januar.

Beim Alb-Traum100 gibt es 9 Streckenabschnitte, die zwischen 9 und 16 km lang sind und zwischen 200 und 590 HM pro Abschnitt haben. Der erste Streckenabschnitt beträgt 15 km und hat 470 Höhenmeter, der zweite hat 11 km und 290 und der dritte hat 16 und 590 HM und endet bei 42 km. Die ersten 42 km sind somit die schwersten des gesamten Rennens, was Distanz und Steigung angeht. Ich gehe davon aus, dass ich diese ersten 3 Streckenabschnitte bis Km 42 mit einer Pace von 07:30 und damit in 05:15 absolvieren werde. Da der Start des Rennens um 04:00 Uhr ist, werde ich dann um 09:15 an der dritten Verpflegungsstelle (VP3) sein. Da ich bis dahin noch kaum richtig gefrühstückt haben werde, sollte ich eine Pause von 30 Minuten einplanen. Damit komme ich auf 5,5 – 5,75 Stunden für die ersten 3 Streckenabschnitte, 42 km.

Die nächsten 3 Streckenabschnitte bis Km 81 haben Distanzen von 10, 12 und 16 km und Höhenmeter von 250, 160 und 450 m. Diese 38 km hören sich sehr machbar an. Plane ich ein Pace von 06:30 ein, entspricht das etwas mehr als 4 Stunden. Mache ich dazu noch 5 Minuten Pause pro VP, sind das 15 Minuten dazu, also gesamt 04:15 Std. Damit wäre ich bei 09:30 – 10:00 Std. bei Km 81. Dann sind es noch 34 km bis ins Ziel.

Die letzten 3 Streckenabschnitte haben Distanzen von 10, 15 und 9 km und noch einmal fast 1.000 Höhenmeter. Mit Sicherheit werde ich sehr müde und erschöpft sein. Ich denke nicht, dass ich an den Verpflegungsstellen viel Pause machen werde (außer Km 86 Grünenberg), da es vielleicht besser wäre, den Flow zu behalten, statt die Muskeln kalt werden zu lassen. Aber ein Pace von 06:30 wie im mittleren Teil werde ich nicht mehr hinbekommen, eher 06:50 bis 07:00 min/km. Das wären dann noch einmal 4 Stunden.

Insgesamt ergäbe diese eine Zielzeit von 14:00 Stunden. Wenn ich mit meiner Familie auf dem Grünenberg noch Rast oder ein gemeinsames Essen mache, dann werden es vielleicht 14:30 Stunden.

Die Uhrzeit im Ziel wäre dann 18:30 Uhr. Und vielleicht komme ich den Zeiten der beiden Donzdorfer Mike und Uli etwas näher.

Alb-Traum100

Wegmarkierung

Verpflegungsstellen

VP 1 Ave Maria Km 15

VP 2 Gosbach Km 27 

VP 3 Papiermühle Km 42

VP 4 Eckhöfe Km 53

VP 5 Eckwälden Km 66

VP 6 Gairen Km 82

VP 7 Kuchberg Km 91

VP 8 Geislingen Stadion Km 106 Ziel

Jahnhalle Km 115

Orientierungspunkte

Jahnhalle Geislingen Start

Ostlandkreuz 3,2

Kahlenstein 5,8

Boller Steige 9,2

Aufhausen 10,8

Ave Maria (VP1) 15,3

Oberbergfels 19

Schonterhöhe 20

Hiltenburg 23,5

Gosbach (VP2) 26,4

Kreuzkapelle Deggingen 28

Mühlhausen 33

NSG Sterneck 36,5

Kreuzkapelle Wiesensteig 39

Schloss Wiesensteig 40

Papiermühle (VP3) 42

Filsursprung 44

Ruine Reußenstein 50

Eckhöfe (VP4) 53

Boßler 57,5

Deutsches Haus 59

Aichelberg 63

Eckwälden (VP5) 65,5

Siberpappel 68

Gammelshausen 73

Fuchseckhof 78

Gairenhof (VP6) 82

Grünenberg 86

Burren 88

Kuchberg (VP7) 91

Gingen 95

Kuhfelsen 101

Geislingen Stadion (VP8) 105

Felsental 109

Lindenhof 110

Weiler 111,5

Helfenstein 113

Jahnhalle (Ziel) 115

Streckenabschnitte

Streckenabschnitt 1: 15 km, 470 HM
Streckenabschnitt 2: 11 km, 290 HM

Streckenabschnitt 3: 15,6 km, 590 HM

Streckenabschnitt 4: 10 km, 250 HM
Streckenabschnitt 5: 12 km, 160 HM
Streckenabschnitt 6: 16 km, 430 HM
Streckenabschnitt 7: 10 km, 310 HM
Streckenabschnitt 8: 14,5 km, 300 HM
Streckenabschnitt 9: 9 km, 260 HM

Altra Lone Peak 4.5 Trail-Schuh

Das Erste, was beim Altra Lone Peak auffällt, ist die große, offene Zehenbox. Das Reinschlüpfen in den Schuh geht ganz geschmeidig, es ist kein eng anliegender Schuh. Der erste Lauf ging über 14km mit viel Gras, Feldweg, feste Erde, Schotter und wenig Asphalt. Beim ersten Abschnitt auf dem asphaltierten Radweg fällt mir sofort auf:

  • Im Vergleich, sagen wir mal, zu meinem Hoka Carbon X, ist der Lone Peak auf flacher Asphaltstrecke instabil und der Fuß samt Zehen hat sehr viel Platz.
  • Es findet kaum unterstützter Fußabdruck statt, so dass Geschwindigkeit zu erzeugen sehr schwer fällt.
  • Es findet auf Asphalt kaum Dämpfung statt. Ich gehe automatisch auf den Vorderfuß, um den harten Aufprall selbst zu dämpfen.

Dann geht es in die Weinberge und auf weite Grasflächen und es wird klar: der Altra Lone Peak ist ein reiner Trailrunning-Schuh. Denn auf dem Erdboden, dem Waldboden, dem Gras und den Steinen spielt Geschwindigkeit keine Rolle mehr. Dämpfung ist auf dem Gelände, im Gegensatz zum Asphalt, eine ganz natürliche Sache, etwas, das ein Schuh gar nicht zu leisten braucht. Mein Schuh ist plötzlich etwas ganz Simples: Er schützt die Füße und gibt Halt. Halt gibt der Altra durch seine (klebrigen) Noppen, die, im Gegensatz zu On-Schuhen, kein Schmutz und keine Steine aufsammeln. Ich rutsche nicht einmal auf regennassem Grasboden, weder Berg rauf noch runter. Ich spüre jeden Stein, jede Unebenheit. Meine Fußgelenke und mein Laufstil müssen die ganze Arbeit leisten, der Schuh macht nichts. Keine Dämpfung, keine Stabilisierung. Er hängt einfach federleicht an den Füßen. Ich finde das großartig. Denn durch den großen Platz, den meine Füße im Schuh haben, ergibt sich ein tolles Laufgefühl für das Gelände. Das Obermaterial ist Schmutz und Wasser abweisend, die Zwischensohle aus Gummi räumt alles aus dem Weg. Und die Noppen der Außensohle verleihen Sicherheit.

Zusammenfassend würde ich sagen, dass ich den Schuh beim nächsten Mal besser schnüren muss, damit er enger anliegt. Es gab nach dem Lauf keine Druckstellen oder aufgeriebene Haut. Der Schuh lässt einen ganz frei das Gelände erkunden, ist meiner Meinung nach für erfahrene Läufer eine gute Wahl als Trailrunning-Schuh, für Laufanfänger eher zu frei und instabil, und für den Asphalt ist er ungeeignet. Ich freue mich auf mindestens 600 Kilometer mit diesem robusten Begleiter!

Training Frankfurt Marathon 2017

Die Anmeldung zum 30. Juni und damit zu einer verringerten Anmeldegebühr habe ich vergessen. Das Training für den Frankfurter Marathon am 29.10.2017 fängt dennoch heute, am 01. Juli an.

In den letzten Wochen und seit dem Mainzer Marathon Anfang Mai habe ich zwar viele Wettkämpfe gemacht, aber das Training war nicht sehr intensiv. Das soll sich ab heute wieder ändern und der Start zu 3 1/2 Monaten Marathontraining sein. Bis zum 08. Juli trainiere ich noch mit weniger Laufkilometern, da dort mein persönliches Jahreshighlight stattfindet: der Süßener Stadtlauf über 10 Kilometer. Dort will ich endlich mal unter 40 Minuten laufen.

Im Juli finden noch einige 10-Kilometer-Volksläufe statt, im August gibt es kaum Veranstaltungen, doch im September geht es wieder los mit jeder Menge Rennen.

01. Juli

Heute beginne ich das Training mit einem Wettkampf über 10 Kilometer beim Seebachlauf in Westhofen. Die ca. 40km lange Strecke von Mainz nach Westhofen fahre ich mit dem Rad.

Das Koppeltraining mit Rad und Laufen ist nicht nur ein gutes Aufwärmtraining für den Wettkampf im Laufen, sondern auch mental wichtig: Mich zu vergewissern, dass die Kraft für beide Sportarten zusammen reicht und damit die nötige Sicherheit für den nächsten Triathlon zu erlangen. Denn die Belastung der unterschiedlichen Muskelgruppen bewirkt, dass auch nach einer anstrengenden Radtour eine gute Laufzeit möglich ist.

Der Beweis: Nach 1:27 Stunden erreiche ich Westhofen. Vor dem Lauf habe ich etwa 90 Minuten Pause und nutze diese, um etwas zu essen (Chia) und mich für das Laufen aufzuwärmen. Und dann laufe ich zur neuen Bestzeit und zum ersten Mal unter 40 Minuten in 39:48 (13. Platz, 4. AK). Das war dann doch überraschend.

Nun teste ich dies noch öfter: Führ das Koppeltraining Rad/Laufen zu besseren Leistungen? War Westhofen eine Ausnahme oder stecke ich eine schwierige Rad-Einheit wieder locker weg und laufe eine gute Zeit?

Ganz links gerade noch im Bild

08. Juli

Der Süßener Stadlauf: Ein 10-km-Rundkurs mit 5 Runden. Absolut Bestzeiten fähig. Allerdings war es zu heiß – über 35 Grad.

Ergebnis: 40:49, 14. Platz, 1. Platz AK

Die beiden hab ich nicht gepackt. Es war zu heiß!

15. Juli

Es geht durch den Taunus zum Stedter Mühlenlauf nach Oberstedten bei Oberursel. Dieses Mal fahre ich 60 Km mit 1000 Höhenmetern durch das Taunus-Gebirge. Das war dann doch etwas anstrengend und ich schaffe es, fünf Minuten vor Meldeschluss in der Turnhalle anzukommen. Der Lauf auch sehr anstrengend, bei heißem Wetter und anspruchsvoller Strecke. Die Laufstrecke geht größtenteils durch den Wald, und dort über ein kurzes Stück Trail. Dort verlaufe ich mich, weil ein Schild falsch hängt und das kostet mich fast fünf Minuten. Auch andere Läufer sind mir in die falsche Richtung gefolgt. Mit mehr als 47 Minuten komme ich ins Ziel – da helfen nur noch ein paar Bier auf der Kerb, um den Tag zu einem guten Abschluss zu bringen. Und natürlich mit dem Rad zurückfahren, aber nur bis Frankfurt Höchst.

Streckenprofil mit langer Steigung

August

Im August bin ich 231 Kilometer gelaufen. Vier lange Läufe und das Training des Marathontempos um die 4:30 min/km waren der Fokus.

Im Wingert zwischen Klein-Winternheim und Ebersheim auf dem Kleinen Mainzer Höhenweg

02. September

Der erste Wettkampf nach der langen August-Hochsommer-Pause war mein erster Trail-Lauf. Der ROKland-Trail in Finkenbach-Gersweiler in der Pfalz ist ein wunderschöner Lauf. Die Veranstalter, die Helfer und die anderen Läufer waren alle sehr sympathisch und freundlich. Die Strecke war sehr anspruchsvoll und unglaublich gut markiert, abgesperrt und beschildert. Hut ab vor den LTF Rokland Runners, so eine Laufstrecke zu entwerfen und mit solch guter Organisation ein perfektes Lauferlebnis zu ermöglichen.

Die 17 Kilometer schaffte ich in genau 1:21:00 und lief damit auf den 9. Gesamtplatz. Vor mir kam Alois Berg ins Ziel, nachdem er mich auf den letzten 5 Kilometern überholte. Alois ist Jahrgang 54, somit 63 Jahre alt und seither mein neuer Held. Genauso fit möchte ich diesem Alter auch noch sein.

Siegerehrung auf dem Sportplatz in Finkenbach.

10. September

Das Jahr 2017 ist das Jahr der Bestzeiten. Nachdem ich am 01. April beim Laubenheimer Polderlauf über 15 Kilometer eine neue Bestzeit aufgestellt habe mit 1:01:57 (7. Platz, 3. AK) und beim Seebachlauf in Westhofen die 40-Minuten-Marke über 10 Km geknackt habe, bin ich nun beim Wormser Nibelungenlauf Halbmarathon unglaubliche, nie für möglich gehaltene 01:25:54 gelaufen. Das war der 12. Platz und 3. Platz meiner Altersklasse. Nach Laubenheim durfte ich das zweite Mal zur Siegerehrung und mir eine Flasche Wein überreichen lassen.

 

Zieleinlauf mit großer Freude über die Bestzeit.

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Weiter geht’s am 08.10. in München: Mein erster Marathon zur Vorbereitung auf den Marathon!

 

Der Trainingsplan

PaceMit Intervall / PaceDistanz / kmAnzahl
Schneller Dauerlauf (M)04:3510-153
Schneller Dauerlauf (M/S)04:452 x 3000m / 04:1510-152
Schneller Dauerlauf (M/I)04:453 x 2000m / 03:5810-15
Dauerlauf (M)04:5515-244
Langsamer Dauerlauf (E)05:3017-257
Langsamer Dauerlauf (E)05:3026-343
Langsamer Dauerlauf (E)05:3035-382
Bahn-/Intervalltraining15
Wettkampf5
Kilometer gesamt (01.07.2017)776
Gesamt Läufe / TrainingseinheitenStand: 29.10.48