Marathon-Programm September

Lauftermine im September:

13. September Dagersheimer Waldlauf (Schönbuch-Cup-Laufserie Nr. 6)

21. September 2014 Tübinger Stadtlauf http://www.tuebinger-erbe-lauf.de/

28. September 2014 Ulmer Einstein-Marathon http://einsteinmarathon.de/

Es sind also noch 40 Tage bis zum Marathon-Rennen. Bis zum Tübinger Lauf möchte ich so fit sein, dass ich dort meine Bestzeit laufe, mindestens 40 Minuten. Und vorher beim 6. Rennen der Schönbuch-Cup-Laufserie bereits an diese Zeit rankommen.

Als Trainingsplan habe ich mich für den in der neuesten Ausgabe der Runner’s World veröffentlichten Marathon-Trainingsplan für 4 Wochen entschieden.

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Diese Marathon-Trainingsprogramm ergibt 261 km – in 4 Wochen! Soviel habe ich noch nie geschafft, mal sehen, ob’s klappt.

Jakob Arjouni – Kayankaya

So muss ein Buch beginnen!

Slibulsky und ich klemmten im leergeräumten Geschirrschrank eines kleinen brasilianischen Restaurants am Rand des Frankfurter Bahnhofsviertels und warteten auf Schutzgeldeintreiber.

Und ich stellte mir dabei Romarios Gesicht vor. Er war der Eigentümer und Wirt des „Saudade“ und hatte mich um Hilfe gebeten.

Für Anfang Mai war es außergewöhnlich warm…Was Romario nicht davon abhirlt, seine Heizungen bis zum Anschlag aufzudrehen – aus Gewohnheit und weil die Schimpferei übers deutsche Wetter so was wie eine seiner letzten Brücken nach Brasilien war. Seit zwanzig Jahren lebte er in Frankfurt, fuhr in den Ferien an die Côte d’Azur, und ob zerkochtes Hühnchen in saurer Soße oder trockene Schweinskoteletts mit Dosenerbsen typisch brasilianische Spezialitäten sind, wußte ich zwar nicht, aber es war dem Land zumindest nicht zu wünschen. Jedenfalls konnte die ganze Stadt im T-Shirt unterwegs sein und seine Kundschaft an Hitzschlag verrecken, Romario bestand darauf, daß es in Deutschland dauernd kalt sei, während in Brasilien immer die Sonne scheine – allgemein schlechte und allgemein gute Laune inbegriffen.

„Slibulsky?“ „Hmhm?“ „Was hast du zu Abend gegessen?“ …“Tja, mal überlegen…Ach ja, genau: Handkäs. …“ „Mit Zwiebeln.“ „Klar mit Zwiebeln. Ißt du Handkäs vielleicht mit Erdbeeren?“ … „Hab ich dir nicht gesagt, daß wir eine Weile gemeinsam in diesem Loch verbringen würden?“ „Doch, du hast davon geredet, glaub schon. Allerdings hatte ich den Schrank irgendwie größer in Erinnerung.“ „So? Wie groß? Ich meine, wie groß muß ein Schrank sein, damit zwei, von denen der eine sich kurz davor den Bauch mit Zwiebeln vollgeschlagen hat, unbelästigt drin atmen können “ … „Ich denke, wir sind hier, um irgend ’ne Mafia zu verjagen? Mit Knarren und kugelsicheren Westen, wie richtige Kerle. Aber vielleicht möchte Fräulein Kayankaya statt des Detektivbüros lieber einen Frisörsalon betreiben?“
….
– aus: Jakoub Arjouni, „Kismet. Ein Kayankaya-Roman“(2001, Diogenes)

Kampf gewonnen? Ziel erreicht?

Jedes Jahr laufe ich den Mainzer Gutenberg-Marathon am zweiten Wochenende im Mai, dem Muttertag. In acht Tagen ist es wieder so weit, der Mainzer Marathon startet und bietet eine neue Streckenführung durch größere Teile der Altstadt. Anfang März musste ich aus beruflichen Gründen wegziehen aus Mainz und lebe nun in Herrenberg / Baden-Württemberg. Deshalb ist die Teilnahme am Mainzer Marathon für mich emotional extrem wichtig und ein Zeichen der (ewigen) Verbundenheit mit der Stadt, die ich als meine Heimat betrachte. Ich hoffe, mit einem Freund zusammen laufen zu können und auch die anderen Freunde und bekannten Gesichter zu treffen.

Diese Teilnahme 2014 bedeutet für mich aber auch noch etwas anderes: Ich musste extrem dafür kämpfen! Erst seit heute bin ich mir sicher, dass ich mitlaufen werde und die Distanz auch bewältigen kann. Heute, erst eine Woche vor dem Marathontag, ist mir die Generalprobe gelungen!

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Letztes Jahr konnte ich ich kaum regelmäßig und größere Laufkilometer trainieren, weil ich viel zu sehr in den Beruf eingespannt war, vor allem durch das 3-stündige tägliche Pendeln. Spaß hat das Laufen mir immer gemacht und die Winterlaufserie des LR Rüsselsheim “Lindenseelauf” war großartig, das erste Mal, dass ich an einem Rennen kleiner als Marathon teilnahm. Die Tage im November und Dezember waren kurz und durch die Arbeit sehr anstrengend. Doch zu Weihnachten kam der Urlaub und ich nahm mir einiges vor. Ich entwarf den scheinbar perfekten Trainingsplan per Excel und startete diesen Blog, um von meinen Fortschritten und von allem, was zum Lauftraining gehört (Ernährung, Musik, Nike+), zu berichten. Am 23. Dezember begann ich dann sehr ambitioniert und euphorisch zu laufen. Ich besuchte meine Eltern in der schwäbischen Heimat und nutzte die Ruhe und schöne Landschaft – und das schöne, milde Winterwetter – zu täglichen Läufen.

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Die Gegend an und auf der schwäbischen Alb ist natürlich sehr bergig und ich lief fast jedes Mal die Alb hinauf in relativ hohem Tempo. Es machte Riesenspaß und selbst am Silvestertag legte ich noch einen Halbmarathon hin. 90 Kilometer schaffte ich so in den letzten 8 Tagen des Jahres und ich fühlte mich großartig. Im Januar habe ich dann das selbst erstellte Trainingsprogramm begonnen. Natürlich war es sehr ambitioniert:

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Ich wollte 70 – 80 Kilometer pro Woche laufen, mit 5 Trainingseinheiten und einem langen Lauf über 25 bis 30 Kilometer am Wochenende. Doch das Malochen im Büro und die Dunkelheit machten mir einen Strich durch die Rechnung, so dass ich weit hinter meinen Zielen zurückfiel. In der ersten Wochen knapp 40% des Pensums erreicht, 2. Woche 20%, 3. Woche 80%, 4. Woche 30 %. Es galt also, den Plan anzupassen.

Bevor ich dies jedoch tun konnte, merkte ich in der ersten Februarwoche, dass ich Schmerzen im Bein bekam, wann immer ich längere Strecken lief. Sicher, dass es ein Problem gab, war ich mir dann, als ich bei 22 Kilometern aufgeben musste und den Rest nach Hause humpelte. Von da an hatte ich den ganzen Monat Probleme und konnte kaum laufen ohne Schmerzen. Trotzdem bin ich einen Halbmarathon der LG Mörfelden am 16. Februar gelaufen. In einer Super-Zeit, wie ich finde, von 01:39:20. Ich wusste, dass ich noch Laufen konnte, denn ich hatte nicht trainiert für diesen Halbmarathon. Doch ich hatte richtig Probleme während des Laufens und bin fast gestürzt, weil mein Bein ganz taub vor Schmerzen war.

Ich fragte mich, was los war und woher die Schmerzen kamen. Eigentlich kannte ich die Antwort bereits. Im März habe ich meinen alten Job gekündigt und bin umgezogen nach Baden-Württemberg. Durch den Umzug und die neue Umgebung hatte ich erst einmal genauso wenig Zeit zum Laufen wie vorher mit der Pendelei. Doch die Schmerzen wurden immer schlimmer und ich konnte nicht mal mehr 7 oder 10 Kilometer schmerzfrei laufen. Es galt der Tatsache ins Auge zu blicken:

Ich habe nicht richtig, oder fast kaum Dehnübungen gemacht!

Dabei war das fest eingeplant in den Trainingsplan und ich hatte mich umfassend diesbezüglich informiert: Yoga-Übungen auf Youtube, Lunges und Crunches… Doch ich habe einfach nicht regelmäßig, d.h. täglich, meine Muskeln gedehnt. Höchstens einmal die Woche Yoga für 20 Minuten.

Der neue Job ist Klasse, ich pendle nur noch 10 Minuten und habe jede Menge Zeit, da ich weder Fernsehen noch Internet zu Hause habe. Ich wollte also unbedingt wieder mehr laufen. Und vor allem wollte ich unbedingt am Mainzer Marathon Anfang Mai teilnehmen. Also nahm ich die Dehnung wieder ernst, sehr ernst. Täglich mache ich nun Yoga, verschiedene Videos habe ich mir runtergeladen. Vor und nach dem Laufen dehne ich die Muskeln. Ich war bei der Physiotherapie zum Massieren. Dabei erfuhr ich die Diagnose: Eingeklemmter Ischias-Nerv.

Durch Überbelastung (das hohe Pensum Ende Dezember) und Belastung im täglichen Leben (10 Stunden im Bürostuhl sitzen, falsch auf der Couch liegen) sowie Vernachlässigung des Stretchings der Muskeln wurde der wichtigste Nerv des Körpers, der sich durch den ganzen Körper bis in die Zehenspitze des großen Zehs zieht, von den extrem angespannten Muskeln vom Becken über Oberschenkel bis Unterschenkel und Fuß eingeklemmt.

Heute bin ich also 30 Kilometer gelaufen. Schmerzfrei (fast). Und ich kann nur empfehlen, das Dehnen sehr ernst zu nehmen und fest einzuplanen in jeden Lauf. Und an Lauf-freien Tagen ebenfalls dehnen oder Yoga-Übungen machen. Ansonsten sind die Muskeln zu angespannt durch das hohe Laufpensum eines jeden, der für einen Marathon trainiert.

Es war wirklich ein Kampf bis heute, ein Kampf gegen die Schmerzen und deren Ursache. Aber ich hoffe, dass ich es überwunden habe. Ich werde höchstens noch 5-km-Läufe machen die kommenden Tage, und jeden Tag Yoga und noch eine Massage. Ich bin mir sicher, ich werde fit sein für den großen Lauf.

Was mir etwas Wehmut verschafft, ist die Tatsache, dass ich dieses Jahr in Mainz einmal eine richtig gute Zeit schaffen wollte. Also mindestens 03 Stunden 30 Minuten. Aber dies kann ich mir abschminken. Ich werde wieder langsam laufen und 4 Stunden brauchen. Dies muss ich klar eingestehen, denn ich habe es mir selbst vermasselt! Trotzdem freue ich mich riesig darauf und werde dieses Jahr noch einen Marathon laufen.

Lauftermine rund um den Schönbuch

Laufserie Schönbuch-Cup
05/18 Sonntag 22. Sindelfinger WerkStadt-Lauf, 10 km, 1. Lauf / Laufserie

Eine nette Veranstaltung mit vielen Kindern. Start war im Sindelfinger Mercedes-Benz-Werk, dann ging es durch die hügelige Altstadt und steil hinauf zum Freibad. Eigentlich war kein einziges flaches Stück dabei.
Dafür waren Stimmung und Organisation top!
Zeit: 53 Minuten

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05/25 Sonntag 30. Holzgerlinger Waldtrail, 10 km, 2. Lauf / Laufserie

Stuttgart-Lauf
06/29 Sonntag HM

07/13 Sonntag 3. Bondorf-Lauf, 10 km

07/27 Sonntag 28. Böblinger Stadtlauf, 10 km, 3. Lauf / Laufserie

08/03 Sonntag 20. Aidlinger Crosslauf, 10 km, 4. Lauf / Laufserie

09/13 Samstag 27. Dagersheimer Waldlauf, 10 km, 5. Lauf / Laufserie

09/21 Sonntag 21. Tübinger Stadtlauf, 10 km

10/05 Sonntag 41. Naturpark Schönbuchlauf Hildrizhausen, 25 km

10/11 Samstag 6. Kuppinger Mondfängerlauf, 10 km, 6. Lauf / Laufserie

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3 Yoga-Übungen für die Oberschenkel

Bei längeren oder anstrengenderen Läufen verspüre ich immer öfter Schmerzen im Bein. Das Bein fühlt sich taub an und der Schmerz wandert von oben nach unten, bis Krämpfe entstehen und das Knie weh tut. Ich nehme jetzt mal an, dass es an der Muskulatur liegt und meine Oberschenkelmuskeln nicht richtig gedehnt oder austrainiert sind.
Drei Yoga-Übungen der großartigen Esther Ekhart, die die Oberschenkelmuskulatur (hamstrings) trainieren und dehnen.

JJ’s Smoking Sessions Podcast

Can you get a better selection of songs and classic music than this?

JJ’s Smoking Sessions is a podcast that can be downloaded from the website of Six Million Steps. January’s edition no. 106 is once again filled with Soul Music everybody will fall in love with. „Songs for Everyman“ is the fourth episode of this series of „righteous tunes, civil rights, and other thought-provoking stuff“, featuring, amongst others, the voices of: Malcolm X, Martin Luther King, Barack Obama, Lyndon Johnson, Cannonball Adderley, Dave Chappelle, Marlena Shaw and Langston Hughes.

Here is the track list, songs for eternity:

Nina Simone – Strange Fruit (intro)

Eddie Kendricks – My People …Hold On

Norman Connors – The Creator Has A Master Plan (intro)

Leroy Hutson – Time Brings On A Change

Shirley Caeser – Message For The People

Curtis Mayfield – Don’t Worry (If There’s A Hell Below, We’re All Gonna Go)

Billy Paul – East

Diana Ross – Brown Baby/Save The Children (medley)

Marvin Gaye – What’s Going On (Bare-Bones mix)

Funkadelic – Can You Get To That

Graham Central Station – Tis Your Kind Of Music

Harold Melvin & The Bluenotes – Wake Up Everybody

Stevie Wonder – Black Man

Ray, Goodman & Brown – Another Day (intro)

New Rotary Connection – I Am The Black Gold Of The Sun

Training Februar

Mein im Januar erstellter Trainingsplan ist, wenn ich ihn mit anderen Blogs und ambitionierten Läufern vergleiche, realistisch, und im Laufe der Wochen habe ich gemerkt, dass es ein sehr guter Plan ist. Ich wollte keinen dieser überall vorgeschlagenen Marathontrainingspläne verwenden, sondern mir einen nach meinen Bedürfnissen geschneiderten Plan erstellen. Ich bin nach wie vor von meinem Plan überzeugt, trotzdem schaffe ich es einfach nicht, ihn einzuhalten. Es ist aber noch Zeit bis zum Marathon im Mai, so versuche ich es weiter.

Das Problem im Februar ist dasselbe wie im Januar. Keine Zeit, Dunkelheit, und es kamen Schmerzen im Bein hinzu.

Der Trainingsplan ist eine Mischung aus Geschwindigkeit steigern und langen Ausdauerläufen. Ich versuche, die Distanzen von 5 – 10 – 15 – 20 und 25 oder 30 jede Woche zu laufen und dabei kontinuierlich das Durchschnittstempo zu steigern.

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Das Zwischenergebnis der zweiten Woche des zweiten Monats sieht dann so aus:

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Ich laufe so oft es mir möglich ist und vergleiche das Ergebnis mit dem Plan, ordne den Lauf also im Plan dem jeweiligen geplanten Lauf zu.

Die Prozentangabe der letzten Spalte zeigt, wieviel unter oder über dem Soll ich mit meinem Lauf lag, bezogen auf die Geschwindigkeit. Die Prozentangabe der letzten Spalte in der letzten Zeile zeigt das Erreichen des Solls der Gesamtkilometer einer Woche.

Ich schaffe also problemlos die Soll-Geschwindigkeit, komme aber nicht auf die Kilometer, die ich mir vorgenommen habe.

Written while listening to JJ’s Smoking Sessions.